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Teichmolch
12.08.2007, 00:08
Beitrag #1
Teichmolch

Teichmolch (Triturus vulgaris)

Verbreitung, Lebensweise

Der Teichmolch ist in Mittel und Südosteuropa, Nordfrankreich, Polen, Rumänien anzutreffen. Er bevorzugt im Frühling während der Paarungszeit gerne stehende Gewässer auf Wiesen.

Lebensweise

Nach der Winterruhe beginnen die Tiere ihre Winterquartiere zu verlassen und begeben sich, meist nach der Schneeschmelze und bei "angenehmen" Temperaturen, zu ihren Laichgewässern.
Sie kommen meist im März zu ihren Gewässern, und verlassen sie, je nach Temperatur und dem Austrocknen des Laichplatzes, so zwischen Juni, Juli, also bis zum Frühsommer. Nach der Paarungszeit verlassen sie das Gewässer und kriegen eine körnige Landhaut. Den Rest des Jahres verbringen sie also an Land. Ende Herbst vergraben sich die Tiere in feuchtem Lehm bzw. feuchtem Bodengrund. Im Frühling, wenn die Tage länger werden, die Schneeschmelze beginnt und die Temperaturen wieder steigen, suchen die Tiere wieder ihre Laichgewässer auf, und der Rythmus beginnt von neuem.


Ernährung


Für adulte Tiere während der Paarungszeit: In der Paarungszeit werden hauptsächlich nur Wasserinsekten, Tümpelfutter angenommen. Das kann sein: Cyclops (Hüpferlinge), Wasserflöhe, rote, schwarze und weiße Mückenlarven, Bachflohkrebse, Regenwürmer (zwar kein Wasserinsekt, wird aber auch gerne in dieser Zeit angenommen) usw. . Für adulte Tiere während der Landtracht: Moos! In Moos, aus dem Wald, findet sich das reichlichste Nahrungsangebot was es gibt! Ansonsten kann man aber auch noch auf kleine Grillen, Fliegen, Maden - nur als Snack, wegen den "Kalorien" und dem starken Eiweißgehalt -, Terflys (flugunfähige Stubenfliegen), Regenwürmern usw. zurückgreifen. Für juvenile Tiere gilt dasselbe Futter wie bei den adulten Tieren in der Landtracht, nur halt kleinere Größen.

Zucht & Fortpflanzung

Im Frühling; Auf dem Weg zum Laichgewässer sind die Tiere meist ausgedürrt und dünn. Daher ist es klar das in den ersten Wochen ein wahres Festmahl und Rauferrei ums Futter losgeht. Eine Paarung bei den vulgaris vulgaris kann meist Stunden, sogar Tage lang dauern. Zur Paarung: Das Männchen umwirbt das Weibchen und zeigt sich "von seiner besten Seite" - stellt sich dem Weibchen also quer gegenüber. Dabei fächelt das Männchen mit seinem Schwanz die Spermatophore zu. Die Weibchen können sehr viele Eier legen. Das variiert meist so zwischen 50 - 100 Eier im Aquarium, allgemein aber meist um die 400 Eier.
Nach bereits ein paar (2 - 3) Wochen schlüpfen aus den Eiern kleine, winzige, 5 - 7 mm kleine fischähnliche Larven mit großen und imposanten Kiemenästen. Durch die Kiemenäste wird Blut und Sauerstoff gepumpt. In dieser Zeit fressen sie dieselben Insekten, wie die adulten Tiere - Wasserflöhe, Cyclops; Tümpelplankton. Insgesamt dauert dieser Vorgang von der Larve bis hin zum fertigen Tier (Metamorphose!) viele Monate, - vom Frühling bis hin in den (Spät)sommer. Wenige Wochen vor dem Landgang geht es los, die Tiere nehmen eine kleinere Gestalt an als sonst, die Larven halten sich immer mehr an Land auf, da die Kiemen sich zurückbilden. Haben sie sich vollständig zurückgebildet, gehen die Tiere an Land.

Winterschlaf


Die Temperatur, der Lichteinfall und die Beleuchtungsdauer werden in Wochenabschnitten runtergeregelt, bis sich die Tiere tief im Substrat vergraben haben. (Das Substrat sollte mindestens 5 cm hoch sein. Das ganze dauert nun bis der Frühling beginnt.

Größe


Die Weibchen erreichen meist eine Gesamtlänge zwischen 8 und 10 cm. Die Männchen bleiben etwas "schmaler", also kleiner. Die Gesamtlänge bei den Männchen variiert meist zwischen 7,5 und 9 cm.

Sonstiges zur Art

Der Teichmolch ist, wie alle europäischen Amphibien, nach BArtSchV besonders geschützt, d. h. das sie umgehend bei der Naturschutzbehörde angemeldet werden müssen. Dabei darf man sich keine Wildfänge im Haus halten, sondern muss sich auf Nachzuchten beziehen.



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Viele Grüße,
Lucea

fiona92@terraristik-ostfriesland.de

[Bild: leosmsdevufh5.png]
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