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Grünlicher Wassermolch
07.08.2007, 17:07 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.05.2009 13:08 von Ralf Schulte.)
Beitrag #1
Grünlicher Wassermolch

Grünlicher Wassermolch (Notophthalmus viridescens)

Verbreitung und Lebensweise

Der Grünliche Wassermolch das kanadische Neu - Schottland, US - ameriaknische Bundesstaaten Floridas, bis hin zu dem Osten Nordamerikas.
Die Tiere leben vom Frühling bis zum Frühsommer im Wasser, und widmen sich nach dieser Zeit wieder an Land.

Grünliche Wassermolche sind überwiegend nachtaktiv und kommen oft erst nach der Dämmerung aus ihren Verstecken, Ausnahme bildet da der Frühling, da die, überwiegend, Männchen auf der Suche nach Weibchen sind (zwecks Paarung).


Haltung & Anschaffung:

Eine erfolgreiche Haltung ist bei diesen Wassermolchen kaum bis fast gar nicht möglich. Eine Zucht gelingt nur selten. Die zu bekommenen Tiere in Deutschland sind zu 99 % krank. Dennoch sollte man versuchen, wenn man sich speziell und richtig mit Molchen beschäftigt,
einen Versuch wagen, die Tiere nachzuzüchten. Warum sind die angebotenen Grünlichen Wassermolche in Deutschland überhaupt krank? Wie es bei so fast allen Molchen, ich beziehe das jetzt mal stark auf die Feuberauchmolche (Cynops), wurden die Tiere anfangs aus ihren Ursprungsländern importiert und die Deutschen haben natürlich versucht, diese Tiere hier nachzuzüchten. Jedoch sterben 80 aller Wildfänge, oder sind krank, da sie enorm stressanfällig sind und die Parasiten im Körper somit sofort aussbrechen. Die Tiere magern nach einer Zeit lang ab und nehmen keine Nahrung mehr zu sich, was das Todesurteil ist.

So sollte man starten (das Becken), wenn man den Versuch wagt, die Tiere zu erwerben:


Hierfür eignet sich am besten ein Aquaterrarium, sprich 50 % Wasser und 50 % Land. Der Landteil kann durch eine im Wasser getrennte Scheibe befestigt werden, die mit Aquariumsilikon verklebt. Der Boden kann normale Walderde oder Moos sein. Im Laub verstecken sich die Tiere sehr gerne, auch Steinaufbauten sowie Holzrinden werden gerne angenommen. Im Wasserteil kann der Bodengrund Sand oder Kies sein, Wasserpflanzen Javamoon, Pfennigkraut sowie Wasserpest, Hornkraut.

Temperaturen:

Vom Frühling bis Frühsommer darf die Temperatur zwischen 15° und höchstens 22° schwanken.
Im Sommer sollte man versuchen, die Temperaturen relativ konstant zu halten. Sollten die Temperaturen zu hoch steigen, muss das Becken gekühlt werden. Dazu kann man den Behälter in ein anderes (kühles) Zimmer stellen, oder, sofern man die Möglichkeit hat - im Keller (perfekt).

Im Herbst senkt man Woche für Woche die Temperaturen bis hin zu 5° C. In dieser Zeit wird das Becken in einen unbeheizten Raum gestellt, oder am besten im Keller. Während dem Winter wird nicht gefüttert.
Wenn der Frühling beginnt, müssen die Temperaturen wieder steigen.

Beleuchtung:
Es ist keine Beleuchtung von Nöten. Jedoch, falls das Zimmer ZU kalt ist sollte eine einfache aus dem Aquarienhandel übliche Leuchtstoffröhre verwendet werden.

Ernährung:

An Land ernähren sich Grünliche Wassermolche von Heimchen, Grillen, Heuschrecken (die Wiederhaken entfernen!), Nacktschnecken, Kellerasseln, Raupen, Würmern und so weiter (Waldinsekten).
Im Wasser kann man die Tiere mit Mückenlarven, Wasserflöhen, Cyclops (Hüpferlingen), Regenwürmern, Bachflohkrebsen und so weiter füttern.

Unterscheidungsmerkmale zwischen Männchen und Weibchen

In der Regel haben die Weibchen, egal ob juvenil oder adult, einen längeren Schwanz als die Männchen und sind von der Masse auch größer. Die beste Zeit die Geschlechter zu unterscheiden ist im Frühling.
Ein weiteres Merkmal ist die geschwollene Kloake bei den Männchen, also dicker. Die Beine werden "geschwollen" - also dick, und der Schwanzfaden wird sichtbar.

Körpergröße

Die Weibchen erreichen meist eine Gesamtlänge von 10 cm. Die Männchen bleiben etwas "schmaler", also kleiner. Die Gesamtlänge bei den Männchen variiert meist zwischen 7,5 und 10 cm.

Sonstiges zur Art

Auf keinen Fall für die "blutenden" Anfänger zu empfehlen, da wie schon erwähnt 90 % aller angebotenen Tiere Wildfänge, und somit krank, sind. Es werden auch leider kaum Nachzuchten von den Tieren angeboten (nur sehr sehr selten!), sodass man sich wiederrum auf den Zoohandel beziehen muss. Diese Art ist nicht geschützt, und muss somit nicht bei der Behörde angemeldet werden. Im Anhang eines meiner ehemaligen Tiere.
Die Tiere erkranken oft schon nach kurzer Zeit an der "Molchpest" (siehe den Thread "Molchpest".)



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Viele Grüße,
Lucea

fiona92@terraristik-ostfriesland.de

[Bild: leosmsdevufh5.png]
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