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Donaukammmolch
03.07.2007, 02:06
Beitrag #1
Donaukammmolch

Donaukammmolch - Triturus dobrogicus

Verbreitung:

Wie der Name schon vermuten lässt; Donau(-tiefland).

Lebensraum:


Flußauen, Tümpel, Bäche, Seen. Kaum in Wäldern (siehe Lebensweise).

Lebensweise:

Triturus dobrogicus ist eine Art, die stark ans Wasser gebunden ist, sogar so stark, dass sie ganzjährig aquatil in Gewässern lebt, selbst in der Winterruhe. Vorrübergehend leben nur die Jungtiere an Land in den Wäldern, die bei ihrer Geschlechtsreife bereits das Wasser aufsuchen. Diese Art lebt im Kammolchkreis mit anderen Kammmolcharten zusammen, das heißt, das oftmals Hybriden auftreten.

Haltung:

Die Mindestmaße für ein Pärchen sollte mindestens 60 x 30 x 30 cm betragen. Da ich aber schlechte Erfahrungen mit der Paarweisenhaltung gemacht habe, rate ich von geschlechtsunterschiedlicher Haltung ab, und empfehle zum Beispiel eine reine Männchen - / Weibchengruppe. Die Tiere können beziehungsweise sollten wie in Natura gehalten werden, das heißt ganzjährig aquatil, mit einem kleinen Landteil, den sie ab und zu mal aufsuchen. Als Bodengrund dient Sand oder Kies. Die Bepflanzung kann Javamoos, Hornkraut, Pfennigkraut, Wasserpest und so weiter sein.

Größe:


Die Weibchen erreichen eine Gesamtlänge von 17 bis 20 cm, und die Männchen von 14 bis 17 cm. Auch hier ist nicht zu erwarten, dass es sich um relativ große Tiere handelt, sondern der Schwanz einen großen Teil der Länge ausmacht. Triturus dobrogicus ist eine relativ schlanke Art.

Ernährung:

Für adulte Tiere (im Wasser):

Wasserflöhe, Tubifex, Regenwürmer, Bachflohkrebse, Raupen, Mückenlarven und so weiter.

Für juvenile Tiere (an Land):

Kleine Heimchen, Grillen, Heuschrecken (Achtung: Vorher die Wiederhaken entfernen), Raupen, Terflys, Käfer, Würmer, sprich: Waldinsekten.

Lebensdauer:

Die Lebensdauer beträgt 15 Jahre, bis hin zu 20 / 22 Jahren.

Zucht:

Das Paarungsritual bei dieser Art ist besonders interessant. Zuerst stellt sich das Männchen dem Weibchen quer gegenüber - zeigt sich von seiner "besten Seite", dabei macht es einen wortwörtlichen Handstand. Anders gesagt: Es macht einen Katzenbuckel. Das Männchen fechelt dem Weibchen die Spermatophore zu. Nach ein paar Wochen oder auch Tagen wickelt das Weibchen die Eier in runde Pflanzenblätter ein. Nach zwei Wochen schlüpfen die Larven, ernähren sich von Kleinstinsekten (Tümpelplankton) und verlassen im Spätsommer / Herbst das Wasser und gehen als kleiner Jungmolch an Land.

Winterruhe:

Die Tiere halten eine zwei bis drei monatige Winterruhe. Hierbei muss anfangs nur die Temperatur und das Nahrungsangebot !Schritt für Schritt! reduziert werden. Die Temperatur sollte im Winter zwischen 10 und 13° C einhalten. Im Frühling wird dies alles wieder hochgefahren.

Sonstiges:

Die Art kann rein aquatil mit kleinem Landteil gehalten werden. Man sollte genau auf die Wasserwerte achten, und sie kontrollieren.



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Viele Grüße,
Lucea

fiona92@terraristik-ostfriesland.de

[Bild: leosmsdevufh5.png]
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