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Haltung von L.Schreibersi
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02.01.2010, 14:50
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Timo_94_
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Haltung von L.Schreibersi
Haltung im Terrarium
Aufgrund ihrer Agilität benötigen die Haiti-Glattkopfleguane ein geräumiges und hell ausgeleuchtetes Trockenterrarium, das ihren Bewegungsdrang nicht zu sehr einschränkt und den o.a. Habitatsbedingungen entspricht. Zwar lassen die Leguane sich - wie leider oftmals empfohlen - auch in kleinen Terrarien mit ca. 100 x 50 cm Grundfläche pflegen und züchten, zur Beobachtung ihres vollen Verhaltensspektrums ist jedoch eine Unterbringung in größeren Terrarien (ab 2 m²) notwendig. L. schreibersi besitzt interessante - auf Körpersprache und Färbung basierende - optisch orientierte Kommunikationsweisen, die sich vor allem über größere Distanzen hinweg abspielen. In kleineren Terrarien ist diese Kommunikationsdistanz meist von vorneherein unterschritten, sodass unterlegene Tiere sofort verfolgt und unterdrückt werden. Beide Geschlechter verhalten sich territorial, daher ist selbst in größeren Behältern langfristig nur eine paarweise Unterbringung möglich. Mehrere Männchen vertragen sich grundsätzlich nicht und fechten ernstzunehmende Beschädigungskämpfe aus.
Die folgend dargestellten Haltungsbedingungen von L. schreibersi im Terrarium beruhen auf eigenen und fremden praktischen Erkenntnissen in der Terrarienhaltung und sind fundiert durch Informationen über die Habitatverhältnisse und Hinweise aus der Fachliteratur:
Grundfläche:
mind. 100 x 50 x 50 cm LBH für ein Paar
Beleuchtung:
helle Ausleuchtung durch Leuchtstofflampen, HQL oder besser HQI
in Kombination mit PAR-Strahlern, evtl. UV-Lampe
Heizung:
Bodenheizung allenfalls partiell - besser PAR-Strahler von oben
Bodengrund:
Sandiger Boden von mind. 10 cm Höhe, in den sich die Tiere nachts und bei Hitze eingraben. Leicht feuchte Ecken anlegen. Die "Eingrabetechnik" deutet darauf hin, dass lockersandige Substrate bevorzugt werden, da L. schreibersi meist kopfüber in den Boden "marschiert". Lässt die Bodenstabilität es zu, werden auch kleine Wohnhöhlen an Steinen oder Wurzeln gegraben.
Einrichtung:
Steinaufbauten und Wurzelstrünke als Präsentations- und Versteckplätze. Bepflanzung mit div. robusten xerophilen Pflanzen möglich.
Temperatur:
tagsüber 29-35°C Lufttemperatur, lokal bis zu 50°C,
nachts empfiehlt sich ein Rückgang auf 20-22°C,
Feuchtigkeit:
Während der Wintermonate sind Luft und Bodengrund eher trocken zu halten (rel. Luftfeuchte um 40%), im Frühjahr empfiehlt es sich, den Behälter in Abständen mehrmals zu überbrausen und häufig zu sprühen (rel. Luftfeuchte dauerhaft bis 60 %). Zu beachten ist die Trockenperiode im Juni/Juli (rel. Luftfeuchte um die 45%). Zum Herbst hin steigt die Feuchtigkeit kurzzeitig an (bis 60% im Oktober) und ist ab November wieder zu reduzieren. (vgl. Klimadaten)
Ruhephase:
Zur Zucht wird eine 2-5 Monate dauernde Ruhezeit bei Trockenheit und herabgesetzten Temperaturen (Zimmertemperatur 18-23°C, nie unter 15°C) empfohlen. Dennoch sollte lokal stets die Möglichkeit bestehen, sich aufzuheizen und die Verdauung in Gang zu halten. Gefüttert wird während dieser Zeit allenfalls sparsam. Für Tiere dieser äquatornahen Breitengrade spielt vermutlich die Tageslänge und Temperaturschwankung keine größere Rolle als die Feuchtigkeit. Nichtsdestotrotz können diese Faktoren unterstützend im Jahresrhythmus eingesetzt werden.
Quelle: Thomas Ackermann http://www.leiocephalus.de
![[Bild: schulviva.jpg]](http://www.schulvivarium-saterland.de/images/banner/schulviva.jpg)
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken!
Liebe grüße....
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