Um es gleichmal vorweg zu nehmen: Kornnattern sind Dämmerungs-/Nachtaktiv – Nachts = dunkel, keine Sonne :75:
Und der wissenschaftliche Aspekt:
Schon vor rund 120 Mio. Jahren haben sich Schlangen (und zu denen zählen Kornnattern ja :75: ) im Laufe der Evolution von Echsen getrennt.
So hat sich auch ihr Stoffwechsel anders weiterentwickelt als der von Echsen, Schlangen sind Carnivoren – dadurch erhalten sie das benötigte Vitamin D durch den Verzehr ihrer Beutetiere.
Carnivoren - Carnivoren, oder Karnivoren geschrieben, = "Fleischfresser" sind mit den Herbivoren*, Omnivoren* und den Saprobiern* eine der vielen Nahrungstypen, in die die Ökologie die Lebewesen einteilt. (* = siehe Fußnote)
- Ich halte zusätzliche Beigabe von Multivitamin-Präparaten in der Regel (also bei gesunden Tieren) für unnötig.
Da ich meine Futtertiere im Großen und Ganzen selber züchte, schaue ich darauf, daß diese bestens gehalten und gefüttert werden. Gesunde, abwechslungsreich und gut genährte Futtertiere reichen meiner Meinung nach völlig aus. Und da macht es auch nix, wenn man ab und an mal Frostfutter verfüttert (mal ehrlich, schluckt einer von euch zusätzliche Vitamine nur weil er/sie ab und an mal in der großen amerikanischen Fast-Food-Kette isst? :75: ).
Falsche oder zu hoch dosierte Gabe von Vitaminen richtet eher noch Schaden an.
Fazit:
Auf UV-Bestrahlung kann man bei Haltung der meisten Schlangenarten verzichten, bei der Haltung von Leguanen, Geckos und anderen Echsen ist sie allerdings unverzichtbar. Bei diesen Reptilien ist UV-Strahlung wichtig für die Produktion des Vitamin D3, ohne D3 kann der Reptilien-Metabolismus kein Kalzium aufnehmen und weiterverarbeiten.
Um noch mal auf Vitamin D zurückzukommen:
Eine Besonderheit des Vitamin D ist, dass es bei ausreichender Sonneneinstrahlung (UV-B) vom Menschen in der Haut synthetisiert werden kann und deshalb im eigentlichen Sinne kein Vitamin darstellt. Aufgrund seiner endogenen Synthese und der Tatsache, dass seine Wirkung neben dem Syntheseort auch andere Gewebe betrifft, weist Vitamin D auch hormonalen Charakter auf. (Wikipeda)
- Ich denke, dadurch sind viele der Meinung, UV-Licht sei nötig, jedoch liest man genau, es heißt: kann in der Haut synthetisiert werden (kann = muß nicht). Dadurch denken wohl viele, Schlangen benötigen unbedingt UV-Licht, was aber eben wie oben erklärt nicht der Fall ist, da sie Vitamin D ja durch ihre Nahrung aufnehmen.
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:78:
*Herbivoren: Pflanzenfresser, Herbivore (von lat. herba Kraut und vorare verschlingen) oder auch Primärkonsumenten sind neben den Carnivoren (Sekundärkonsumenten) und Detrivoren (Tertiärkonsumenten) eine der drei Gruppen, in die die Ökologie die Konsumenten einteilt.
Zu den Herbivoren gehören Tiere, die sich hauptsächlich von Pflanzen, aber auch von Pilzen, Protisten oder Bakterien ernähren, sich somit also von der Biomasse anderer Trophieniveaus ernähren. Daher zählen die als Primärkonsumenten. Da sie aber auch als Nahrung für Carnivore oder Allesfresser dienen, zählen sie ebenfalls zu den Sekundärproduzenten.
Konkrete Beispiele sind Schwämme, drei Viertel aller Insekten, sowie Hasen, Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen.
*Omnivoren: Allesfresser (auch Omnivora, Polyphage oder Pantophage) ist eine wissenschaftlich nicht näher definierte Bezeichnung für Organismen (meist Tiere) mit einem weitestgehend unspezialisierten Nahrungsspektrum (lat. omnivorus, "alles verschlingend"). Häufig werden als Allesfresser solche Tiere bezeichnet, die sich relativ ausgeglichen sowohl von Pflanzen als auch von Tieren ernähren. Wissenschaftlich anerkannte, scharfe Abgrenzungen von "Allesfressern" zu "Fleisch"- (Karnivoren) bzw. "Pflanzenfressern" (Herbivoren) gibt es nicht.
Als typische Allesfresser gelten z. B. Schaben bei den Insekten, unter den Säugetieren Braunbären und Kleinbären wie der Waschbär, viele Marderartige, altweltliche und neuweltliche Schweine, Schimpansen und Menschen, unter den Vögeln die Rabenvögel.
*Saprobier: Als Saprobier werden Organismen bezeichnet, die sich heterotroph von totem organischen Material ernähren. Saprobier können auch auf lebenden Wirtsorganismen abgestorbenes Material verwerten.
Das Wort ist abgeleitet vom altgriechischen ñÀÃÌ (sapros): "faul, verfault".
Für nichttierische Saprobier (hauptsächlich Pilze und viele heterotrophe Bakterien) wird auch die Bezeichnung "Saprophyt" verwendet.
(Quelle: Wikipeda)