Das Kornnatter-Terrarium
Junge Kornnattern kann man in kleinen Becken (Spinnenterrarien/-würfeln) oder Faunaterrarien aufziehen - für Schlüpflinge reicht LB 30 x 20 cm, für juvenile Tiere 60 x 40 x 40 cm.
Wichtig: Bei Verwendung von Schiebescheiben unbedingt drauf achten, dass der Spalt zwischen den Scheiben eng ist – Kornnattern (gerade Schlüpflinge) sind wahre Ausbrecherkönige! – notfalls mittels Tesamoll o.ä. verschmälern, aber aufpassen das Tiere nirgends festkleben können/könnten!
- Ich verwende bis jetzt für meine Schlüpflinge entweder kleine Faunaboxen (aufpassen, manche haben Löcher für Kabel o.ä. im Deckel!) oder Eisboxen (Aldi hat leckeres Eis in kleinen quadratischen Boxen, aber auch die länglichen Boxen eignen sich gut) in die ich in den Deckel Gaze einsetze.
Die Terrariengröße für adulte Tiere ist abhängig von der Größe der Schlange, bzw. der Anzahl der darin gehaltenen Tiere.
Mindestmaße für 1 Kornnatter: LBH (Länge – Breite – Höhe) 100 x 50 x 50-80 cm. Besser größer und höher.
Bei Tieren die größer als 100 cm sind, bzw. mehreren Kornnattern, sollte man folgende Größenangabe berücksichtigen: LBH 100-120 x 50 x 60-100 cm. Auch hier: adulte Kornnattern besser in größeren Terrarien halten.
Ich würde nicht kleiner als 130x70x100 gehen.
Und wieder gilt: Der Behälter darf keine Lücken oder undichte Stellen enthalten, Kornnattern sind geborene Ausbruchskünstler!
Da Kornnattern zu den Kletternattern gehören, sollte man einige Klettermöglichkeiten bereitstellen – wichtig: Äste richtig befestigen um Verletzungen durch umfallendes Astwerk zu vermeiden.
Das ein Wasserbehälter vorhanden sein muß, ist selbstverständlich. Kornnattern trinken zwar bevorzugt aus größeren Wasseransammlungen, jedoch muß man dabei aufpassen, das sie nicht in diese Koten und Urinieren – also wichtig: häufiger Wasserwechsel und gründliches Reinigen des Wasserbehälters. (Ich verwende glasierte Tontopfuntersetzer).
Oft lassen sich die Tiere gerade nach dem Fressen beim ausgiebigen Trinken beobachten.
Gesunde Kornnattern legen sich so gut wie nie ins Wasser - findet man seine Kornnatter im Wasserbecken, so sollte man seine Tiere auf Milbenbefall* kontrollieren. (*siehe Fußnote)
Um permanenten Stress für die Schlangen zu vermeiden ist es wichtig, mehrere Verstecke (in den verschiedenen Temperaturbereichen - also immer eine Versteckmöglichkeit in einer kühlen Ecke und eines an einer erwärmten Stelle, damit die Tiere sich ein Versteck ihren Bedürfnissen entsprechend auswählen können) zur Verfügung zu stellen.
Diese sollten eng und dunkel sein, damit sich die Tiere geschützt fühlen.
Geeignet sind umgedrehte Borken/Rindenstücke, selbstgemachte Verstecke aus Styropor o.ä., kleine Tontöpfe (Achtung: wenn oben ein Loch vorhanden ist, aufpassen dass es groß genug ist und die Schlange nicht stecken bleibt, Kanten entgraten) oder Schalen….
Auch eine gut strukturierte Rückwand bietet zusätzliche Klettermöglichkeiten, hierzu ein Terrarien-Rückwandbau-Link: http://www.snaketica.de/rueckwand.htm oder auch http://www.snaketica.de/terrabau2.htm
:exclamation: Weitere wichtige und sehr gute Infos findet ihr auch auf: http://guttatus.de :58:
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*Milbenbefall: Die Schlangen werden bei Milbenbefall nervös, und versuchen durch ein baden im Wasser sich der Milben-Qual zu entledigen.
*Milben - Schlangenmilben (Ophionyssus natricis): Winzige, schwarze "Punkte", meistens abends und nachts aktiv. Eine ausgewachsene Milbe ist ca. 0,5 mm groß.
Ein Blick ins Wasserbecken zeigt am Boden des Wasserbeckens bei starkem Befall hunderte von kleinen schwarzen Punkten (abgestorbene Milben). Allerdings ist die Schlange dann schon länger von Milben befallen, wenn man diese im Wasserbecken erkennt.
Schlangenmilben sammeln sich besonders häufig an den Augen, dies kann zu Entzündungen führen. Erkennbar auch dadurch, dass die Schuppen um die Augen anschwellen, das ganze Auge wirkt "eingesunken"
Ignoration von Milbenbefall führt zum Risiko der Durchseuchung des kompletten Tierbestandes innerhalb kürzester Zeit, die Tiere werden durch Blutverlust geschwächt, der permanente Juckreiz führt zu stressbedingter Futterverweigerung, das zu lange Liegen im Wasser verursacht, Häutungen verlaufen schlecht und auch Krankheiten werden durch die Milben übertragen.
Milben können ca. 1,5 - 1,8 Meter pro Stunde zurücklegen