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Morelia viridis
09.02.2008, 23:23
Beitrag #1
Morelia viridis
Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet von morelia viridis umfasst ganz Neuguinea, die benachbarten Inseln ,sowie kleine Bereiche der Cape York Halbinsel Australiens .

Festlandformen: Sorong, Merauke, Lereh, Wamena, Fakfak, Jayapura, Manokwari , Karubaga,Bokondini, Arfak,Cyclops ,Nabire

Inselformen: Aru, Biak, Japen, Iron- Range, Cape York, Kofiau.

Er bewohnt dort Regenwälder und im Hochland wurde er auch in Kaffeeplantagen sowie in Buschgebieten gesehen. Je nach Herkunft wurde er auf Bäumen in 20m , 10 m , in einfachen Büschen sowie ein paar Exemplare auf dem Boden gesehen. Was aber nicht bedeutet, dass sie den Boden bevorzugen aber auch nicht davor scheuen auf den Boden zu gehen.Mit den oben genannten Orte werden des öfteren Tiere gekennzeichnet, dabei heisst es nicht, dass die Tiere aus diesen Orten stammen oder kommen sondern viel mehr Merkmale aufweisen , die freilebende Tiere aus diesen Orten tragen. Man kann also nicht über ein Aru-Tier sprechen, wenn man nicht weiss, woher es oder dessen Eltern stammen. Über ein Aru-Tier könnte man reden, wenn er oder die Eltern aus dem Wildfang genommen wurden und aus den Aru insel. Bis dahin reden einige vom Aru-Typus und andere von Aru-Formen und andere von Handelsbezeichnungen. Jeden Tag tauchen viele neue Fundorte auf , die in Verbindung gebracht werden mit diversen Merkmalen. Nähere Angaben zu diesem Thema werde ich im entsprechenden Kapitel machen, Alle diese Orte weisen eine hohe Luftfeuchtigkeit auf, die das ganze Jahr auf durchschnittlich über 80% bleibt. Auch die Temperaturen erreichen das ganze Jahr lang einen Wert von 26-31°C und liegen in den Wintermonaten nur gering darunter. Der Licht Zyklus beträgt konstante 12 Std./Tag das ganze Jahr lang. Es gibt starke Abweichungen an diversen Orten mit extrem hohen sowie niedrigen Temperaturen. Diese klimatischen Veränderungen müssen jedoch nicht in der Terrarienhaltung berücksichtigt werden, da die meisten Tiere eh deutsche Nachzuchten sind. Aber auch solche Tiere, die aus Farmzuchten stammen, kennen solche extremen Veränderungen, die standortabhängig sind. Ausserdem machen sich die 4 deutschen Jahreszeiten in der Terrarienhaltung auf gewisse Art und Weise auch bemerkbar. Um auf die Bedürfnisse der Tiere einzugehen sollte man ihr Biothop und die klimatischen Bedingungen im Terrarium simulieren. Heutzutage, macht die Technik das ganze möglich und erleichtert sogar die Haltung für junge und unerfahrene Halter. Dazu kommt das vorteilhafte deutsche Klima. Ich mag gar nicht an meine Kollegen in Griechenland denken, die diese klimatischen Bedingungen im trockenen und warmen griechischen Klima simulieren müssen. Aber man kann ja nicht alles haben und trockenes und warmes Klima bringen auch Nachteile mit sich. Nun zu unserer Problematik.

Unterbringun

Ich halte meine erwachsenen Chondropythons in einem etwa 11m² großen separaten Zimmer. Dort befinden sich 8 Terrarien mit den Maßen von 100x60x60 bis 120x80x80 für LxBxH. Weiterhin befinden sich dort 9 Terrarien mit den Maßen 60x40x40 und mehrere Glas und Plastik-Aufzuchtbehälter.

Den Lichtzyklus steuere ich mit Zeitschaltuhren auf 12 Stunden am Tag.
Bis auf die Zuchtvorbereitungsperiode, die langsam reduziert wird auf 8 Stunden pro Tag, in dem ich nach und nach 2 Stunden am Anfang des Zyklus und am Ende reduziere. Diese Phase kann bis zu einem Monat dauern.

Die Temperaturen erreichen punktuell bis zu 35°C und verteilen sich im Terrarium in 3 Bereiche. Unter dem Heizelement herrschen 35°C, in der Mitte 27-29°C und am anderen Ende 20-25°C. Die Schlangen halten sich vorwiegend in dem 27-29°C warmen Bereich auf. Die Temperaturen in den Nächten fallen je nach Jahreszeit 3 bis 8 Grad ab.

Mit der Hilfe von Hydrostaten, die eine Beregnungsanlage steuern, wird mehrmals
am Tag automatisch in den Terrarien besprüht. Damit erreiche ich eine Luftfeuchtigkeit
von tagsüber 65-75% und nachts 75-85%.Das Besprühen mit Wasser kann man natürlich auch manuell betreiben. Dabei sollte man 1 mal morgens sowie 1 mal abends in das Terrarium sprühen sowie die Tiere an sich einsprühen. Damit erreicht man nicht nur
eine hohe Luftfeuchtigkeit, sondern man wird beobachten, dass die Tiere die Wassertropfen von ihrem Körper aufnehmen.

Detaillierte Angaben zum Thema Terrarientechnik sowie zur Terrarieneinrichtung werde ich
im entsprechenden Kapitel machen


Einzel oder Gruppenhaltung?

Erfahrene Halter haben sicherlich eine gewisse Erfahrung um Chondros problemlos zusammenhalten zu können. Eine Gruppenhaltung kann des Öfteren zu Problemen führen.
Meiner Meinung nach ist eines der wichtigsten Probleme, die Fütterung der Tiere. Es kann durchaus vorkommen, dass beide Schlangen sich in das selbe Futtertier verbeissen oder die
Schlangen sich gegenseitig beissen sowie weitere diverse Verletzungen, die die Schlangen sich gegenseitig zufügen können. Sollte es der Fall sein, dass sich 2 Schlangen in das gleiche
Futtertier verbissen haben oder sich ineinandergebissen und verwickelt haben, hilft das Besprühen der Schlangen mit Wasser, damit sich die Schlangen wieder trennen.
Auch Routineuntersuchungen wie z.B. Überprüfung des Kotes könnte zu Verwechslungen unter den Schlangen führen. Ich habe Erfahrungen mit beiden Haltungsmöglichkeiten gemacht und habe mich letztendlich für die Einzelhaltung entschlossen.
Ich bringe meine Tiere nur während der Paarungszeit zusammen. Eine Haltung von 2 geschlechtsreifen Männchen vor allem wenn in der Nähe ein Weibchen ist, ist unmöglich und endet oft mit dem Tod der schwächeren Schlange oder zumindest mit heftigsten Verletzungen. Sollte man sich trotz alle dem für die Gruppenhaltungentschliessen, sollte man beachten, dass die Schlangen bei der Fütterung möglichst weit voneinander entfernt sind.
Ein weiterer Punkt, der zu Problemen führen könnte, ist das Besprühen der Tiere nach Erlöschen der Beleuchtung. Die Tiere könnten hektisch reagieren und aufeinander losgehen.
Ich persönlich konnte diese Beobachtungen jedoch nicht machen. Um auf Nummer sicher zu gehen sollte man das letzte Besprühen kurz vor Erlöschen des Lichtes veranlassen.
Babyschlangen sollten auf jeden Fall einzeln aufgezogen werden. Zum einen für die bessere Kontrolle und zum anderen reagieren diese sehr scheu und auf kleinste Bewegungen in ihrer Nähe. Und so was könnte zu Problemen bei der Fütterung führen.



Fütterung


Ich biete meinen Tieren nur tote Nager an. In schwierigen Fällen biete ich auch eine
lebendige Maus oder Ratte an. Ich bevorzuge Frostfutter, dass ich zuvor in heissem
Wasser aufgetaut habe. Die Tiere reagieren auf diese Wärme besonders gut.
Nasse Futtertiere bringen einige Vorteile mit sich.
Zum ersten rutschen sie besser und zum zweiten versorgen sie die Schlange mit Wasser.
Hin und wieder kommt es vor, dass wenn ich gerade keine Frosttiere zur Verfügung
stehen habe, dass ich ein lebendiges Futtertier selber töte und dann der Schlange
gebe. Es gibt 2 Tötungsmethoden, die das Futtertier am wenigsten leiden lässt.
Die erste wäre ein gezielter Schlag ins Genick oder durch Ersticken. Bei dieser
zweiten Methode gilt natürlich: je schneller desto besser. Ich habe von Leuten gehört,
die das Futtertier ein einen dicken Gefrierbeutel legen, die noch vorhandene Luft
im inneren des Beutels herauspressen oder saugen und warten bis das Tier stirbt.
Ich packe meine Tiere in eine kleine Styroporbox und füge mit einem dünnen Aquarium-
schlauch Kohlendioxid ein. Ich verwende diese Methode jedoch wirklich selten , da
bei gefrorenen Futtertieren durch das Einfrieren eventuell vorhandene Parasiten,
Krankheitserreger etc. abgetötet werden. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass
Futtertiere nicht länger als 6 Monate eingefroren werden sollten, da ansonsten
einige Nährstoffe verloren gehen könnten.
Die Größe des Futtertieres darf ein wenig größer sein als die dickste Körperstelle der
Schlange. Wenn die Schlange nach der Fütterung wieder in die typische Ruheposition
zurückkehrt und man eine leichte Beule erkennen kann ist davon auszugehen, dass das
Futtertier die richtige Größe hatte. Hat die Schlange jedoch Schwierigkeiten sich zusammenzurollen und die für Chondropythons typische Ruheposition anzunehmen,
war das Futtertier sicherlich zu groß.
Ein erwachsenes und gesundes Tier kann ein zu großes Futtertier das ein oder andere Mal gut vertragen. Es sollte jedoch nicht zur Gewohnheit werden.
Bei Jungtieren und Jährlingen ist Vorsicht geboten, da diese des Öfteren mit Darmvorfällen
auf zu grosse Futtertiere reagieren. Sollte ein Tier 3 bis 4 Tage später "nach Futter betteln" erhöht man einfach die Menge bei der nächsten Fütterung oder man nimmt ein grösseres Futtertier.

Gefüttert werden meiner erwachsenen Tiere alle 14 bis 21 Tage, wobei es Phasen gibt (z.B.
wenn eine Häutung dazwischen liegt) die weit mehr als einen Monat überschreiten können.
Dazu muss man sagen, dass Chondropythonmännchen schon bereits ab dem 18. Lebensmonat, in dem auch die Geschlechtsreife erreicht werden kann, bereits mit einer
Fastenzeit beginnen können. Ich habe diese Erfahrung selber mit 2 Geschwistern , die beide
Gleichzeitig Ende Dezember eine Fastenzeit begonnen haben und obwohl das eine Männchen
bereits nach einem Monat wieder Nahrung zu sich genommen hat, fastete das Andere weitere
5 Monate. Zu diesem Zeitpunkt bin ich fast verrückt geworden, habe sogar meinen vertrauten
Tierarzt besucht. Aber ohne jegliche Erfolge. In diesen 6 Monaten der Fastenzeit verlor das
Tier lediglich 40gr seiner Körpergewichtes und begann eines Tages wieder zu fressen und zwar 2 Ratten nacheinander als wäre es nie anders gewesen.
Bei Weibchen, die für die Zucht vorbereitet werden müssen und ordentliche Fettreserven
haben müssen, um die Trächtigkeitsstrapazen überstehen zu können, füttere ich alle 5 bis
10 Tage eine grosse Ratte. Dabei warte ich nicht ab, bis die Schlange Kot abgesondert hat.
Berichte, nach denen man zuerst das Tier koten lassen und erst dann wieder füttern sollte,
sind nicht nur falsch sondern können auch der Grund für abgemagerte Tiere sein.
Ein gesunder Menschenverstand und das richtige Beobachtungsvermögen muss man haben
um wissen zu können, wo die Grenzen sind um andererseits keine verfetteten Tiere zu bekommen.
Sollte das Tier nach der 2. oder 3. Fütterung immer noch keinen Kot abgesondert haben,
liegen eventuell andere Probleme vor, auf die ich zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer
eingehen werde.
Jährlinge und Halbwüchsige Baumpythons füttert man alle 10 bis 14 Tage und Babys alle
5 bis 10 Tage. Über die Fütterung von Babys werde ich mich im Aufzucht-Kapitel weiter
äussern.

Futterverweigerer

Schwangeres Weibchen

Tier in Häutung (sowie kurz davor und danach) .

Männchen in Fastenzeit

Sowie schwierige Babys

Sollte ein Tier zu einer der oben beschriebenen Kategorien gehören, gibt es keinen Grund zur
Panik. Wie ich bereits beschrieben habe, kann es Monate dauern, bis eine Chrondro wieder
Futter zu sich nehmen möchte. Sollte das Tier nicht zu einer der oben genannten Kategorien
zählen und es hat auch kurz davor kein Terrarien oder Standortwechsel stattgefunden,
sollte man zuerst die klimatischen Bedingungen kontrollieren und wenn man dort keinen Fehler findet einen Tierarzt besuchen. Des Öfteren sind Endoparasiten der Grund für
Futterverweigerung. Aus diesem Grunde sollte man auch sofot nach dem Kauf eines Tieres
eine Kotuntersuchung machen lassen. Ist das nicht möglich, sollte man bakterielle Abstriche
vom Anus machen lassen. Aber auch eine Lungenentzündung, im fortgeschrittenem Stadium
sowie eine ganze Reihe anderer Krankheiten, kann Ursache für eine Futterverweigerung sein.
Letzteres sollte ausgeschlossen werden, da dieses mit falschen Klimabedingungen und unhygienischer Haltung zusammenhängt.






Fütterungsmethoden

Baumpythons sind nachtaktive Tiere. Nach Erlöschen des Lichtes (etwa 1 bis 2 Stunden danach) sind sie besonders aktiv und warten bei Bedarf auf Futter. Generell sollte man diesen Zeitraum zur Fütterung nutzen. Ich benutze eine 40cm lange Pinzette, mit der ich das Futtertier am Genick festhalte und es langsam in Richtung Schlange führe. Die lange Pinzette dient zu allererst als Schutz für meine Hand, da eine hungrige Chrondropython alles schnappen würde, was sich in seinem Terrarium bewegt und zum Zweiten um das Tier nicht mit einer zusätzlichen Wärmequelle (Hand) zu irritieren. Am besten klappt dieses, wenn das Tier die Hand gar nicht registriert und weitere Heizelemente im Terrarium ausgeschaltet sind. Auch hier sind Chondropythons sehr unterschiedlich. So besitze ich z.B. Tiere, bei denen ich kaum das Terrarium geöffnet habe und bevor das Futtertier richtig drin ist, hat die Schlange es schon geschnappt. Andere, die man animieren muss , in dem man den Schwanz mit dem Futtertier berührt oder den Hals leicht antippt und wiederum andere, die das Tier in einem Abstand von 10 bis 20 cm haben und auf gar keinen Fall mit dem Futtertier in Berührung kommen wollen, da sie sehr schreckhaft oder schüchtern reagieren.
Es gibt auch Schlangen, die ein Futtertier schnappen , würgen und wieder los und fallen lassen. Bietet man das Futtertier dann zum 2. Mal an, klappt es mit der Fütterung.
Ich hatte ein Weibchen, mit dem ich diese Erfahrung zum Glück nur bei den ersten Fütterungen machen musste.

Bei der Fütterung geht man folgendermassen vor: Man hält das Beutetier mit der oben beschriebenen langen Pinzette am Nacken fest und den restlichen Körper lässt man herunterhängen. Das Beutetier sollte der Schlange so präsentiert werden, dass wenn sie zuschnappt , sie den Kopf zuerst erwischen würde ohne dass sie in die Pinzette beissen könnte und sich somit eventuelle Kiefer oder Zahnverletzungen zufügen könnten.

Hat die Schlange die Beute mit ihren spitzen Zähnen ergriffen, wickelt sie sich mit 2 bis 3 Körperschlingen um das Beutetier und beginnt es zu erwürgen. Dabei kann man manchmal das Geräusch brechender Knochen des Beutetieres hören. Diese Prozedur dauert unterschiedlich lange und sicher ist, dass die Schlange das Beutetier so lange nicht loslässt, wie es sich bewegt (bei lebenden Tieren) sondern immer fester zudrückt bis das Beutetier endgültig erstickt ist. Dabei könnte man in einigen Fällen den Eindruck bekommen, dass die Augen des Beutetieres herausquellen. Ich erwähne alles oben beschriebene, um euch möglichst genau zu schildern, was bei einer Schlangenfütterung auf euch zukommen könnte. Wenn ihr ein Problem mit den oben gezeigten Bildern bzw den beschriebenen Details habt, dann ist ein fleischfressendes Reptil sicherlich nicht für euch geeignet. Nachdem das Beutetier nun endgültig tot ist, beginnt die Schlange es zu inspizieren und zu bezüngeln. Diese Prozedur dauert wieder bei jedem Tier unterschiedlich lange. Ich besitze Exemplare, von denen man den Eindruck hat, sie würden nie beginnen zu fressen und wiederum andere, bei denen man kurz wegguckt und schon der Kopf des Futtertieres heruntergeschlungen ist. In der Regel dauert die Fütterung bei einem ausgewachsenem Exemplar inklusive Angreifen, Erwürgen, Inspizieren und komplettes Herunterwürgen etwa 20 bis 30 Minuten. Eine Zeit, in der man die Schlange und die nähere Umgebung verlassen sollte. Nicht selten habe ich beobachtet, dass einige Tiere sich gestört fühlten, von der Anwesenheit von Menschen. Und obwohl bereits das halbe Futtertier heruntergeschluckt war, spuckten sie es wieder heraus. Besonders ausgeprägt ist dieses Verhalten bei Jungtieren. Ausgewachsene gut eingewöhnte Exemplare zeigen solch ein Verhalten eher selten. Nachdem das Beutetier inspiziert wurde beginnt die Schlange dieses herunterzuschlucken. Dabei beginnt sie mit dem Kopf des Tieres und verschlingt zuletzt den Schwanz. Bei kleineren Beutetieren und gierigen Chondros könnte man das Herunterschlingen auch entgegengesetzt beobachten. Nämlich, dass zuerst das Hinterteil verschlungen wird und zuletzt der Kopf . Ich habe diese Beobachtung bisher nur ein einziges mal gemacht.


Vitamine ja oder nein?

Ich verzichte auf zusätzliche Vitaminpräparate. Ich züchte meine Futtertiere selber. Mit viel Liebe , Respekt und vitaminreichem Futter. Nager die sich wohlfühlen, können nur gut
für die Chondros sein. Solange es kein Präparat gibt, das extra für Chondropythons hergestellt
wird, solange es keine Studien über die richtige Dosierung gibt, werde ich keine Experimente
mit meinen Chondros machen. Dennoch bleibt diese Entscheidung natürlich jedem Tierbesitzer selber überlassen. Man sollte jedoch auf jeden Fall aufpassen, da zu viele
Vitamine und Mineralstoffe diverse Schäden an den inneren Organen verursachen könnten.



Vor den kauf
Bestimmte Kriterien sollte die Schlange erfüllen. Dieses gilt sowohl für DNZ als auch Farmzucht-Tiere.
-Die Schlangen sollten schöne und kräftige Farben haben und einfach gut aussehen. Eine alte Regel besagt. Schönes Reptil = gesundes Reptil.

-Die Schlange sollte keine faltige Haut haben,
- keine frischen Verletzungen,
-keine abgetrockneten Häutungsreste,
-die Rippen sollte nicht sichtbar sein,
-in der Ruheposition soll die Schlange normal und langsam atmen ,
- beim Versuch die Schlange aus ihrer Ruheposition zu nehmen, sollte sie uns dabei Schwierigkeiten bereiten .
-Nachdem man es jedoch geschafft hat, sollte man darauf achten, ob die Schlange normal züngelt.
Dabei achtet man auf die 2 Zungenspitzen. Diese dürfen nicht miteinander verklebt sein.

Wenn uns das gelingt, wirft man einen Blick in den Mund und Rachenbereich der Schlange.
-So sollte das Zahnfleisch z.b. nicht Gelb verfärbt sein.
-Es darf im Mundbereich nicht übel riechen und es dürfen auch keine grossen mengen an Schleim vorhanden sein. Denn das alles
sind Hinweise auf eine Stomatitis (Mundfäule).
-Die Kehle darf nicht aufgebläht sein und es dürfen keine Bläschen oder Schleim aus den Nasenlöchern kommen.
-Zudem dürfen keine
Geräusche beim Atmen zu hören sein. Dieses ist ein Anzeichen von Atemwegsinfektionen bzw Pneumonie (Lungenentzündung) , die sehr schwer und langwierig zu behandeln ist.
-Auch der Blick in die Kloake sollte sauber sein.
-Gute Zeichen sind, wenn das Tier kotet und uriniert und noch besser, wenn man vom Tier gebissen wird.
All diese Reaktionen zeigen,
dass dieses Tier aller Wahrscheinlichkeit nach gesund ist. Es wäre dennoch ratsam einen erfahrenen Chondrohalter beim Kauf dabei zu haben.


Verhalten

Baumpythons sind nachtaktive Schlangen. Die Tiere sind tagsüber relativ ruhig, liegenzusammengerollt auf einem Ast oder in seltenen Fällen auch auf dem Boden.
Wenn man sie tagsüber stört, oder mit Wasser besprüht, atmen sie schneller, fauchen oder zucken zusammen, was ein Anzeichen ist, dass sie am Tag nicht gestört werden wollen.
Kehrt die Dämmerung ein ist Vorsicht angebracht. Denn jetzt sind die Schlangen sehr wachsam und aktiv. Man sollte in dieser Zeit jegliche Aktivitäten in ihremTerritorium vermeiden. Typische Merkmale sind: die Lauerstellung annehmen und auf Futter warten,
das Suchen von Wasser, Männchen die die Umgebung erkunden auf der Suche nach einem weiblichen Tier,Paarungsaktivitäten, die bis in die Morgenstunden anhalten können, Kot absetzen, welches wiederum einen Zusammenhang mit der Bewegung und der Aktivität hat und die Häutungen verlaufen auch in der Nacht.
Sicherlich gibt es auch Exemplare und ich schätze das liegt auch am Halter, bei denen die Tiere eine oder mehrere der oben aufgelisteten Sachen auch tagsüber machen.
Ausser Fütterungen konnte ich keine der oben genannten Verhalten tagsüber feststellen.


Handhabung / Aggressivität

Ich habe diese beiden Begriffe zusammengefasst und möchte zu diesen Themen meine Meinung äussern und von meinen Beobachtungen berichten.
Sicherlich ist es kein Mythos, dass eine Chondropython eine leicht reizbare Schlange ist, die sofort zuschnappen würde. Sicherlich kann man dieses Verhalten jedoch auch bei anderen Tieren beobachten, wenn sie gereizt werden oder wenn sie sich bedroht fühlen. Aggressivität ist somit meiner Meinung nach relativ. Wenn man eine Chondropython mit einer Königspython vergleichen würde, dann würde man sicherlich meinen, dass eine Chondropython ein sehr aggressives und aktives Tier ist. Jeder Halter erwartet von der Haltung seines Schützlings etwas anderes. Für mich sind Terrarientiere empfindliche Organismen. Ich habe in der Vergangenheit und auch heute immer noch keine Terrarientiere
gehalten um mit ihnen zu schmusen, zu streicheln oder spazieren zu gehen. Meine Haltung beschränkt sich auf das Beobachten dieser wunderschönen Geschöpfe und sicherlich nehme ich die Tiere hin und wieder aus dem Terrarium in die Hand, dennoch tu ich dieses nie ohne triftigen Grund. Ich kritisiere Menschen, die ihre Reptilien ständig in den Händen halten wollen. Die Sache mit der Schlange um den Hals würde vielleicht ungefährlich sein mit einer Boa Constrictor eine Chondropython jedoch würde sich so etwas nie gefallen lassen.
Vor dem Kauf einer Chondropython sollte man sich also im Klaren sein, dass diese Art von Schlange ein ganz anderes Temperament aufweist als z.B. eine Königspython. Wenn einem das wirklich bewusst ist, wird man später auch nicht enttäuscht oder verärgert sein, wenn ein Tier eventuell aggressiver ist. Ich habe zwei Geschwister-Männchen gehabt, von denen das eine bereits beim Kauf gebissen hat sowie hin und wieder bei Aktivitäten im Terrarium und das andere ist genau das Gegenteil. Man sagt, dass Tiere der Biak-Form die aggressivsten Vertreter dieser Art sind. Sorong-Tiere ruhiger sind und Aru-Tiere die Ruhigsten und Umgänglichsten sind. Dennoch habe ich die Erfahrung machen müssen, dass ich zwar noch nie eine ruhige Biak-Chondro gesehen habe, aber dafür eine Aru-CHondro, die 3 Mal so aggressiv war. Aber auch das Sorong-Männchen, das ich oben erwähnt habe, ist nicht zu vergleichen mit meinen anderen Sorong-Tieren und ist weitaus aggressiver. Also kann das alles nicht generell an den bestimmten Chondro-Formen festmachen.
Es gibt Tiere , die in ihrem Leben schlechte Erfahrungen gemacht haben und aufgrund dessen vielleicht aggressiver sind, sowie andere, die eigentlich nichts dafür können und ihre Aggressivität schon in der Inkubationszeit aufgrund verschiedener Einflüsse festgelegt oder gesteuert wird.
Beim direkten Umgang mit einer Chondropython sollte man immer darauf bedacht sein eventuell mit der 2. Hand den Kopf bzw den Nacken der Schlange festzuhalten, um sie zu hindern eventuell zuzubeissen. Mit den oben genannten Informationen will ich keine Angst verbreiten sondern die zukünftigen Käufer lediglich genau darauf hinweisen, worauf sie vorbereitet sein sollten.

Ein Paar Wörter noch zu Bodenchondros.
Naturwissenschaftler und andere grosse bekannte Experten behaupten, dass eine Chondropython in der Natur des Öfteren auch am Boden gesichtet worden ist.
Ausser die australische Form, die auf den Capa York Insel vorkommt, von der kein einziges Exemplar auf dem Boden dokumentiert werden konnte, waren alle anderen Vertreter dieser
Art auf dem Boden zu sehen. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass die grüne
Baumpython nicht davor zurückschreckt die Baumkronen hinter sich zu lassen und auf den Erdboden zu kommen. Ich selber besitze ein Weibchen, das hin und wieder den Boden bevorzugt und sich nach kurzer Zeit wieder an ihrem Lieblingsort auf einem Ast zusammenrollt und hin und wieder den Boden erneut aufsucht.
Trotzdem sollte man nicht ausruhen und die Sache auf die leichte Schulter nehmen,
wenn man ein solches Verhalten beobachtet. Als erstes sollte man die klimatischen
Bedingungen kontrollieren und überprüfen, ob die Temperaturen im oberen Bereich
des Terrariums eventuell zu hoch sind. Wenn die Luftfeuchtigkeit sowie die Temperaturen stimmen, dann gibt es keinen Grund zur Sorge.


Kot

Ich habe diverse Zeitabstände messen können nach denen die Schlangen gekotet haben.
Das gilt für Tiere gleichen Alters sowie für Tiere mit unterschiedlichem Alter.
Fakt ist, dass meine adulten Tiere später Kot ablassen als die jungen Tiere.
Sicherlich spielt der Metabolismus eine grosse Rolle . Die von mir gemessenen
Abstände können von 5 Tagen bis 1 Monat dauern. Vor allem, wenn eine Häutung
dazwischen liegt lassen die Schlangen gerne gleichzeitig beim Hautwechsel Kot ab.
Der Kot sollte nicht übel riechen. Er sollte zwar einen gewissen unangenehmen Geruch
aufweisen, er darf aber nicht übermässig stark riechen. Dabei kann er die verschiedensten
Farben haben. Wie z.B. blaue Pigmente, rote Pigmente, starke Gelbpigmente zusätzlich zu der normalen braunen Farbe der üblichen Masse und der weissen Harnsäure. Ich habe zwar noch keine seltsamen Farben beobachten können, ausser das gewöhnliche braun sowie die weisse
Harnsäure, dennoch soll so etwas ab und zu vorkommen.
Es ist wichtig, dass der Kot eine feste Konsistenz vorweist. Was bei Babys wiederum nicht zutrifft. Am Anfang haben diese nämlich immer breiigen Kot. Grund dafür sollen entweder
die für die Schlange ungewöhnliche Futtertiere, die sonst in der Natur aus Echsen und Amphibien und Kleinvögel ernährt werden, oder dass die Babymäuse/Ratten keine Haare haben, die den Kot binden. Oder beide Gründe. Sollte ein Kot auffällig sein, sollte auf jeden Fall eine Kotprobe vom fachkundigen Tierarzt untersucht werden, da magen und darmparasiten der Grund sein können. Als Faustregel könnte man sagen, dass nach der zweiten oder dritten Fütterung je nach Futtertier und Schlangengrösse, ein Tier Kot absetzen sollte.Geschieht dieses nicht, sollte man das Tier nicht mit einer weiteren Fütterung belasten. Ein Anzeichen dafür, dass ein Tier unter Verstopfung leidet ist z.B. das Herunterhängen des Schwanzes vom Ast oder ein eventuell verdickter Anus. In den nächsten Stunden oder Tagen sollte das Tier Kot absetzen. Geschieht das jedoch dennoch nicht, kann man das Tier aus dem Terrarium nehmen , vielleicht in ein anderes Terrarium setzen, was eventuell mit Umgebungserkundungen zusammenhängt.Also mit Bewegung . Man könnte es auch mit einem Bad aus lauwarmen Wasser kann man
gute Resultate erbringen. Hilft das alles nicht, ist hier auch der Weg zum Tierarzt unum-gänglich. Ich musste die Erfahrung mit einem Weibchen machen, die unter Verstopfung gelitten hat, nach dem Haare eines Futtertieres in ihrem Darm steckengeblieben sind.
Der Darm wurde beim Tierarzt mit Paraffinöl vollgespritzt und der festsitzende Kot wurde langsam herausmassiert. Dabei kam jedoch ein grosses Stück Enddarm mit heraus, das jedoch zum Glück wieder von alleine hineingezogen worden ist.
Bei Tieren die keinen Kot absetzen und unter Verstopfung leiden, sollte man als allererstes
die klimatischen Bedingungen des Terrariums überprüfen. Aber auch ein zu grosses Futtertier kann eine Verstopfung verursachen, die des Öfteren bei Jungtieren in Begleitung
eines Darmvorfalles endet. Speziell und detailliert zum Thema Darmvorfall äussere ich mich in einem weiteren Kapitel.
In den meisten Fällen wird eine Verstopfung durch Bewegungsunlust oder einfach durch zu dünne Liegeäste verursacht. Verändert man die Stärke der Äste, die den Durchmesser der Schlange haben müssen, sollte es beim nächsten Mal alles besser klappen.

Kleiner Hinweis: Das Verfüttern von Eintagsküken, kann auch einen schmierigen und
übelriechenden Kot verursachen. Aus diesem Grund werden diese nicht gerne verfüttert.



Häutung

Die Häutung ist ein Phänomen, das im gesamten Reptilienkosmos ähnlich verläuft.
Reptilien häuten sich, wenn sie an Länge und Masse zulegen. Aber auch wenn sie Hautverletzungen schliessen und heilen wollen. Bei Echsen kann eine Häutung viel länger dauern und in bestimmten Fällen beobachtet man das Phänomen, dass obwohl eine Häutung noch nicht abgeschlossen ist, bereits eine neue Häutung am Kopf beginnt.

Bei Schlangen sieht das anders aus. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die Fütterungsintervalle, der Stoffwechsel, der abhängig vom Alter ist, nehmen Einfluss auf die Häufigkeit der Häutung.
Weil jedes Tier anders ist und jeder Halter andere Bedingungen liefert, kann man nicht genau sagen, wie oft sich eine Chondro häuten muss. Frischgeschlüpfte Tiere häuten sich bereits nach 10-15 Tagen nach dem Schlüpfen. Und danach etwa alle 6-8 Wochen. Mit zunehmendem Alter werden die Intervalle immer grösser. Sicherlich spielt hier die grösste Rolle der Wachstumsgrad der Jungtiere, denn dieser ist wesentlich grösser als bei Jährlingen oder Adulti. Auch adulte Tiere wechseln hin und wieder ihre Haut und danach wieder glänzend und schön aus. Der Pfleger bemerkt die Häutung wenn die Schlange auf einmal nicht mehr fressen will, obwohl vielleicht eigentlich der Fütterungszeitpunkt erreicht ist. Erfahrene Halter merken bereits an diesem Punkt, dass sich eine Häutung ankündigt. Andere merken dies vielleicht erst, wenn die Schlange die charakteristische milchig-blasse Färbung erhält. Auch die Augen sind zu diesem Zeitpunkt milchig gefärbt. Des Öfteren kann man bei einer sich ankündigenden Häutung auch bemerken, dass sich das Wasser nach Besprühen der Tiere anders verhält, als bei sich nicht in der Häutung befindlichen Tieren.
Die milchige Verfärbung der Haut ist zurückzuführen auf die Wasserablagerungen, die zwischen der alten und der neuen Haut liegen. Dieses Wasser lockert die alte Haut.
Das Ganze kann 2 bis 3 Tage dauern. Ich habe aber auch Exemplare gehabt, bei denen es 4-5 Tage dauerte. Nach diesem Phänomen bekommt die Schlange wieder ihre ursprüngliche Färbung und man könnte meinen, dass sie sich bereits gehäutet hat. Es dauert nun nicht mehr lange bis die Häutung komplett abgeschlossen ist. In einer der nun folgenden Nächte wird sich die Schlange häuten. Hat sie vor der Häutung gefressen wird sie eventuell gleichzeitig Kot ablassen. Es ist wichtig, bei der gesamten Prozedur (von Beginn einer Häutung bis zum Abstreifen der alten Haut) die Schlange so wenig wie möglich zu stören. Beide Hautschichten (alt sowie neu) sind sehr verletzlich. Reisst eine Stelle der alten Haut , könnte Flüssigkeit heraustreten und das könnte wiederum zu Problemen bei der Häutung führen. Sicherlich hat man gelesen, dass man eine Schlange während der Häutung nicht füttern sollte, aber es geht hier nicht darum, dass die Schlange kein Interesse an Futter hätte, sondern vielmehr darum, mögliche Verletzungen zu umgehen. Bei jungen gelben Tieren bemerkt man die Häutung oftmals gar nicht. Auch stellen junge Tiere die Nahrungsaufnahme in dieser Zeit nicht ein im Gegensatz zu den meisten Adulti. Und so was könnte auch zu Häutungsproblemen führen. Ist die Häutung abgeschlossen, sollte die Schlange die Haut wie eine Strumpfhose abgerollt haben. Eine komplette Haut weist darauf hin, dass im Terrarium optimale klimatische Bedingungen herrschen. Hat die Schlange jedoch Häutungsreste am Körper hängen, weist dies meistens auf eine zu geringe Luftfeuchtigkeit, ein gestresstes / hyperaktives Tier, das zwar in der Lage wäre sich normal zu häuten, aber aufgrund dieser Aktivität eventuell die neue Haut eingerissen hat hin. Es gibt aber auch Tiere, die kerngesund sind und hin und wieder eine schlechte Häutung vorweisen. Ich besitze ein Weibchen, das noch nie eine normale Häutung hinter sich gebracht hat. Ich verbinde das mit einer alten Verletzung und an der an dieser Stelle leicht mutierten Schuppen, die eventuell zu Wasserverlust in diesem Bereich führen können und dadurch die Haut nicht richtig aufgelockert wird. Ich mache mir jetzt schon meine Gedanken, wie eine Häutung ablaufen wird, falls dieses Weibchen irgendwann mal trächtig sein sollte. Und dann 2 bis 3 Wochen vor der Eiablage bei der Häutung Probleme auftreten und ich Hilfeleistung stellen muss, bei solch einem hochträchtigen Tier. Bis dahin hoffe ich jedoch auf eine Verheilung des Hautdefektes.
Die Zeit, deine eine Häutung in Anspruch nimmt, ist unterschiedlich. Ich habe Häutungen bei gleichen Tieren mit selben Lebensbedingungen beobachtet, die nach 4-5 Tagen vorbei waren, aber auch welche, die nach 2 Wochen immer noch nicht fertig waren. Durchschnittlich dauert es etwa 10 Tage. Mit der Futteraufnahme beginnen einige Tiere bereits am selben Tag, während andere sogar 2 Wochen nach der Häutung nichts wissen wollen. Ich halte es für gut, nach einer Woche Futter anzubieten.

Was kann man tun, um die Schlange bei einer erfolgreichen Häutung zu unterstützen?

Sicherlich vieles, was aber auch selbstverständlich ist.
Jede Aktivität, die die Schlange zur Bewegung führt oder sonstiges sollte von der Seite des Pflegers vermieden werden. Viel wichtiger ist aber die Luftfeuchtigkeit. Ein oder 2 Mal sollte zusätzlich ins Terrarium bzw auf das Tier gesprüht werden. Das würde der Tier in dieser Häutungsphase sicherlich nicht schaden.


Was kann man bei Häutungsproblemen tun.

In der Regel kann man die übriggebliebenen Hautreste abziehen, nachdem man die Schlange in einem handwarmen Wasserbad gebadet hat. Das handwarme Wasser weicht die alte Haut auf. Besondere Vorsicht ist bei Jungtieren um den bereich des Schwanzes geboten. Denn dieser Bereich ist sehr zerbrechlich. Wenn es in diesem Bereich zu Problemen kommen sollte, legt man das Tier in eine Plastikwanne mit Deckel, in der man ein nasses Tuch gelegt hat. In der Regel gelingt es dem Jungtier, sich alleine von der alten Haut zu befreien. Auch das Einreiben mit Olivenöl hat sich in diesem Fall bewährt. Hilfreiche Präparate von diversen Firmen gibt es auch auf dem Markt. Diese sind jedoch sehr teuer und bestehen aus nichts anderem als Aloe Vera Extrakt und Öl.

Worauf sollte man sonst noch achten

Auch wenn es so scheint, als sei eine Häutung erfolgreich gewesen, sollte man auf 3 Punkte achten. 1. sollten die Augenschilder, die Kloake, die Hemipenisse beim Männchen sowie der komplette Schwanz bis hin zur Spitze mitgehäutet sein. Dabei inspiziert man gründlich die alte Haut.


Häutungsreste an verschiedenen Körperstellen stören die richtige Durchblutung der darunterliegenden Hautpartien und nach einer langen Zeit könnte dies sogar zum Absterben dieser Regionen führen. Wenn alte Haut für längere Zeit z.B. auf dem Auge bleibt, könnte dieses aufgrund der dadurch verursachten Durchblutungsstörung zum Verlust des Auges führen. Aufgrund der dünnen Körperregion im Schwanzbereich, könnte solch eine Durchblutungsstörung verursacht durch alte Hautreste zum Absterben und Abfallen dieser Region führen. Des Öfteren verbreitet sich eine dadurch entstandene Entzündung dann im ganzen Körper des Tieres. Häutungsreste am Schwanz und Kloakenbereich behandelt man wie bereits zuvor beschrieben. Im Augenbereich gibt es eine andere Möglichkeit alte Haut zu entfernen. Hier ist es aber auch wichtig, dass man zuvor diesen Bereich mit Wasser aufweicht.
Nun nimmt man ein Stück Tesafilm und man tippt 2-3 Mal auf die Klebefläche, damit die Klebefähigkeit abnimmt. Nun legt man diesen Streifen auf das Auge und zieht es langsam samt alter Haut ab. Meistens funktioniert diese Methode. Falls nicht, sollte man um die Hilfe eines erfahrenen Schlangenhalters bitten oder einen Tierarzt aufsuchen.

Das o.g ist ein Teil von meiner HP.
Über Krankheiten,Zucht und Inkubation der Eier, Lokalformen e.t.c möchte ich nicht Schreiben, denn dieser Beitrag ist schon so gross genug. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich einen ausführlichen Beitrag über Zucht (Vermehrung, Inkubation und Aufzucht der Jungtiere) erstellen.

Viel spass 541

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