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Echseninformation
14.10.2007, 19:22
Beitrag #1
Echseninformation

Im Gegensatz zu den meisten anderen Echsen kann der Steppen-Waran gleichzeitig rennen und atmen, was ihm größere Ausdauer beim Verfolgen von Beute verschafft.
Ranger Darius Jabut war am Strand der Insel Rinca eingenickt, als ihn eine ungewohnte Berührung aus dem Schlaf riss: Eine gelbe, gespaltene Zunge kitzelte ihn wach. Geistesgegenwärtig griff Jabut nach dem Stock, der neben ihm lag - und drängte mit aller Kraft das gewaltige Reptil beiseite, das ihn neugierig untersuchen wollte. Eine brenzlige Situation, aber der Ranger hatte Glück: Die scharfen Zähne des Tieres erwischten ihn nicht. Eine Unachtsamkeit, wie sie sich der Wildhüter leistete, kann auf einigen der Kleinen Sundainseln Indonesiens gefährlich sein. Denn die hier lebenden Komodo-Warane sind die grössten Echsen der Erde - der längste bisher gesehene "Drache" mass 3,13 Meter und wog 166 Kilogramm. Und sie jagen nicht nur Schweine, Hirsche und Büffel: Es heisst, sie gingen mitunter auch gezielt auf Menschen los. Zugegeben: Die Kreaturen, die der Urzeit entsprungen zu sein scheinen, und die Abgelegenheit der Inseln - das erinnert an die Monster aus "Jurassic Park". Dennoch lohnt sich ein distanzierter Blick.

Im Jagdfieber fallen Warane auch schon einmal Menschen an
Schon nach kurzen Distanzen müssen Echsen daher zeitweilig anhalten und verschnaufen. Denn erst während dieser nahezu bewegungslosen Erholungsphase fördern die Rumpfmuskeln wieder die Sauerstoffaufnahme. Eine Einschränkung, die sich nachteilig auf die Beutejagd auswirkt und auch auf der Flucht vor natürlichen Feinden verhängnisvoll sein kann.

Das gilt nicht für den in den Savannengebieten der westafrikanischen Küste lebenden Steppen-Waran (Varanus exanthematicus) und seine Verwandten. In einer Untersuchung regten Zoologen des Harvard-Museums für vergleichende Zoologie, der University of California in Irvine und der University of Massachusetts einerseits Steppen-Warane, andererseits Grüne Leguane (Iguana iguana) zum Laufen in einer motorisierten Tretmühle an und verfolgten die Atmung der Tiere per Röntgenaufnahme. Während den Leguanen mit ihrer Rippenatmung relativ schnell die Puste ausging, nutzten die Warane ihren aus Muskeln und Knorpel bestehenden Kehlsack, um zusätzlichen Sauerstoff in ihre voluminösen Lungen zu pumpen.

Die Funktion dieses Sackes ist vergleichbar mit jenem des Zwerchfells bei Säugetieren, das Luft ebenfalls unabhängig von der Bewegung des Brustkorbes einströmen lässt. Zudem haben Warane eine den Säugetieren ähnliche Einteilung des Herzens in vier Kammern und ein größeres Lungenvolumen als vergleichbare Echsen.

Der Einblick in den Bewegungs- und Atmungsapparat dieser tagaktiven Tiere könnte nach Auffassung der Forscher helfen, die menschliche Atmung sowie primäre Funktionen der Rumpfmuskulatur zu verstehen.

Quelle: GEO-New`s



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31.08.2008, 17:19
Beitrag #2
RE: Echseninformation

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