Die Interessengemeinschaft Terraristik Ostfriesland

Normale Version: haltungsbericht Morelia Spilota Cheynei
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HERKUNFT und BESCHREIBUNG

Der Dschungel-Teppichpython lebt im subtropischen und tropischen Regenwald von Queensland im Nordosten von Australien. Das Atherton Tableland bildet dabei etwa die Mitte des Verbreitungsgebiets von Morelia spilota cheynei . Da der Regenwald von den Einheimischen immer mehr abgeholzt wird und somit auch der Lebensraum dieses Pythons immer mehr zerstört wird, muss man diese Art als stark bedroht einstufen.

Die Färbung des Dschungel-Teppichpythons ist recht variabel und reicht von einem leuchtenden schwarz/gelb bis hin zu einem schönen schwarz/gold. Die Musterung ist oft sehr kontrastreich was diesen Python besonders attraktiv macht.
Es gibt noch eine schwarz/weiße Form von Morelia Spilota Cheynei welche allerdings sehr selten ist, auch gibt es von ihr in Europa bisher nur eine nachgewiesne Linie.
Die Kopfmusterung ist ausgeprägt und sehr markant. Es führt dabei immer eine dunkle Linie vom Auge bis zur Nasenschuppe oft bis auf sie hinauf. Ebenfalls muss eine schwarze Linie unter dem Auge durch die Grübchen der Infralabialschuppen führen. Dies sind zwei der Hauptmerkmale der Cheyneis. Es ist kein Cheynei bekannt der diese beiden Merkmale nicht trägt.
Die meisten Tiere erreichen eine Endgrösse zwischen 140-180 cm wobei es sicherlich auch Ausnahmen geben kann. Sie werden allerdings äußerst selten deutlich über 200cm groß. Männchen dieser Unterart werden oft etwas größer und wuchtiger als die Weibchen, aber vor allem deutlich schwerer.

HALTUNG und ERNÄHRUNG

Dieser mittelgroße, muskulöse und semiarboricol lebende Python braucht ein geräumiges Terrarium. Diese Unterart klettert zudem sehr gerne und das sollte man bei der Auswahl und der Einrichtung des Terrariums unbedingt bedenken. Mann sollte besonders darauf achten genügend Kletteräste und Ruheplätze an verschiedenen Klimazonen einzubringen,evtl. auch noch einen Sonnenplatz anbieten welchen die Tiere sehr gerne benutzen.
Als Mindestmass für ein Adultes Paar reicht ein Terrarium mit 120x 80 x 100cm (LxBxH). Etwas größer ist natürlich auch nicht verkehrt.
Die Tiere benötigen tagsüber eine Lufttemperaturen zwischen 26-31, lokal z.b unter einem Strahler 35-40C, und eine relative Luftfeuchte von etwa 70-80%
Nachts sollte die Lufttemperatur auf 22-24C absinken die relative Luftfeuchte sollte nachts aber auf 90-100% ansteigen.
Die Ausleuchtung des Terrariums wird mit einer normalen Taglicht-Leuchtstoffröhre gewährleistet und der Sonnenplatz mit einem handelsüblichen Halogen Spot-Strahler oder Heatpannels.das Licht für ca. 12-14 Stunden an.
Beim Füttern sind die meisten Tiere nicht besonders wählerisch, es werden alle gängigen Nager in entsprechender Größe angenommen. Es wird empfohlen die Tiere mit frisch abgetötetem oder Frostfutter, dass vorher auf Zimmertemperatur gebracht wurde, zu füttern. Die Verletzungsgefahr die durch das anbieten von Lebendfutter entsteht ist nicht zu unterschätzen. Etwa alle 10-14 Tagesollte man Cheyneis füttern. Breitwillig werden Mäuse und Ratten in der entsprechenden Größe angenommen.




Die Paarungszeit erstreckt sich vom November bis in den März hinein. Wobei man die meisten Paarungen etwa zwischen Dezember und Januar beobachten kann.
Böcke werden ca mit 2 Jahren geschlechtsreif, die Weibchen mit 3-4 Jahren. Die Zuchtvorbereitung
beginnt mit der Reduzierung der Beleuchtungsdauer von täglich 12Stunden stufenweise auf 9 Stunden. Gleichzeitig werden die Tagestemperaturen auf durchschnittlich 24-27°C am Tag und etwa 20-22C in der Nacht gesenkt. Es muss aber gerade in dieser Zeit ein Sonnenplatz vorhanden sein, wo sich die Tiere nach Bedarf aufwärmen können. Dort sollte auch jetzt für ca. 6 Stunden eine Temperatur von ca. 40°C herrschen.
Viele Männchen stellen dann sofort die Futteraufnahme ein und werden oft an sehr kühlen Stellen im Terrarium angetroffen meistens in der Nähe des Wasserbeckens. Für die Stimulans ist es hilfreich ein zweites Männchen dazu zu setzen. Dieses sollte aber nicht unbeaufsichtigt im Terrarium verbleiben da oft erbitterte Kommentkämpfe ausgetragen werden die schnell in einen Beschädigungskämpfen umschlagen können.
Etwa mitte Februar setzte man dann die Beleuchtungsdauer und die Temperaturen wieder langsam auf die Sommerwerte. Bei den meisten Weibchen ist die Befruchtung Ende Februar und die Ovulation ist dann für ca. 10-20 Stunden deutlich in der Körpermitte zu erkennen.
Das Gelege wird dann etwa zwischen Ende März und Ende April abgesetzt. Die Weibchen häuten sich ca. 20-35Tage vor der Eiablage das letzte Mal.
Je nach Größe, Gewicht und Alter des Weibchens werden dann Gelege von ca. 7-20Eier.
Bebrütet werden diese für Python typische Art mit 31C und ca 90-100% Lf in einen Inkubator.
Nach ca 50-60 tagen schlüpfen dann die ersten Babys, wobei sie meist die ersten 24std noch in ihrer Eischale verbringen um den restlichen Eidotter zu absorbieren.


AUFZUCHT

Die Jungtiere werden am besten einzeln in Kleinstterrarien mit ca. den Massen 30 x 30 x 30cm(L x B x H) untergebracht. Die Tagestemperaturen entsprechen den adulten Tieren, jedoch die Nachttemperatur sollte leicht erhöht werden. Am Tag also 26-29°C und in der Nacht 24-25°C. Luftfeuchte sollte am Tag 70-80% und in der Nacht 80-100% betragen. Nach der ersten Haut die meistens nach ca. 14-30 Tagen abgelegt wird kann der erste Versuch zu füttern unternommen werden. Für den ersten Versuch sollte eine leicht behaarte, aber schon recht agile Babymaus genommen werden. Kleinere Babymäuse werden meistens nicht beachtet, weil sie sich vermutlich zu wenig bewegen um so den Beutefangreflex nicht genügend ansprechen. Jungtieren sollte alle 7-10 Tage was angeboten bekommen. Fressen die Jungen erst mal, macht die Aufzucht keine weiteren Probleme mehr.
hey mortl, das schaut doch schon sehr gut aus.

besten dank für die information!!!!
Sehr schöner Haltungsbericht!
Tolle Informationen.
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